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Ausflug nach Bremen

Lady, Diva, das rosa Kleid oder eine Fahrt nach Bremen

Am 24.6. trafen sich um 8.30 Uhr 22 Erdenbürger (viele kleine, einige große) bei schon hochsommerlichen Temperaturen vor dem Anderter Bahnhof, um nach Bremen zu fahren. Nach einem Benefiz-Konzert unseres Schulchores (bestehend aus Schülern der Klassen 3a und 3c) zusammen mit dem Seemannschor-Chor Hannover, gab es eine spontane Einladung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) einen Seenotrettungskreuzer zu besichtigen. Da man sich aber nicht der Gefahr aussetzen wollte, einen verwaisten Hafen anzutreffen, weil die Retter gerade retten müssen, plante man einen Besuch der DGzRS-Zentrale, und die liegt eben in Bremen.

Ausgestattet mit vielen Niedersachsen-Tickets sagte uns unser Vertrauen in die Deutsche Bahn, dass es uns anders ergehen würde als entsprechenden Musikanten, die ihr Ziel nie erreichten – doch was würde uns in Bremen erwarten?

Zunächst einmal bestiegen wir im hannoverschen Hauptbahnhof die obere Etage eines, zur Freude der Kinder, doppelstöckigen Regionalexpresses. Die Beargwöhnung durch ein älteres Frauentrüppchen, das sich mit Piccolo und Erdbeeren auf den Weg nach Wilhelmshafen gemacht hatte, schwand bald, als die Jugend eine Kostprobe ihres Könnens gab und ein Ständchen brachte.

 

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Gleich im Zug ...
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wird gesungen

 

 

Um 10.41 Uhr in Bremen angekommen wurde ganz schnell klar, dass die in Anderten angestellten Bemühungen für einen strukturierten Tagesplan völlig überflüssig gewesen waren, denn Grundschüler im noch einstelligen Altersbereich stellen anscheinend ganz andere Ansprüche an einen Städtebesuch als gedacht. So schafften wir es tatsächlich für einen mit ca. 30 Minuten veranschlagten Weg knappe 90 Minuten zu brauchen.

 

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Bronzefiguren
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und der Bremer Roland

 

Man muss nämlich wissen, dass Bremen „soo modern“ ist und dass es dort so viel gibt, was Kind in Hannover anscheinend vermisst: da sei das Waffengeschäft oder die geborstene Fensterscheibe beim Juwelier genannt und natürlich das rosa Kleid, im Geschäft direkt daneben.

 

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vor dem Waffengeschäft
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auch die Mädchen gucken

 

Viel Eindruck haben auch die beiden schwarze Möpse „Lady“ und „Diva“ gemacht, die mehr Streicheleinheiten abbekamen als Esel, Hund, Katze und Hahn auf dem Rückweg. Es war dann eine Punktlandung, als wir um kurz vor 12.00 Uhr in der Werderstraße ankamen und sehr freundlich in Empfang genommen wurden. Der Besuch der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger war sehr abwechslungsreich: wir wurden informiert durch einen schülergerechten Vortrag, wie einen anschaulichen Film in Kinoatmosphäre (nur das Popcorn fehlte) und waren Mittelpunkt eines Fotoshootings, bei dem es auch eine Kostprobe unseres gesanglichen Könnens und eine anschließende Besichtigung eines trockengelegten und ausrangierten Rettungsschiffes gab.

 

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ein Video mit Rettungskreuzern
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Fragen - und Antworten

 

 

 

 

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am Fahrstand
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und wir auch

 

 

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Banjo spielen will gelernt sein
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jetzt ist eine Pause nötig

 

Nach zwei Stunden waren wir Experten in Rettung aus Seenot und der ein oder andere Taschengeldempfänger um das ein oder andere maritime Souvenir reicher.

Der Rückweg bescherte uns noch eine Besichtigung der Mumien in den Bleikammern, wie eine Turmbesteigung des St. Petri Doms.

 

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auf dem Kirchturm
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Blick über die Dächer

 

Als eigentliche Höhepunkte (für die jüngere Damenwelt) seien jedoch die Hochzeitskleider, die es schon ab € 70,- zu erwerben gab (zum Glück hatte das Geschäft gerade heute geschlossen) genannt, wie, und diesmal freuten sich alle Beteiligten, ein Eis für Groß und Klein.

 

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Hochzeitskleider
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ein erfrischender Brunnen

 

 

 

Um kurz nach 16.00 Uhr bestiegen wir den Zug nach Hannover und in der obersten Etage des Regionalexpresses merkten wir, dass ein recht anstrengender, aber sehr schöner Tag dem Ende entgegen ging.

(Edith Thern)

 

Dieser Ausflug wurde ermöglicht durch die Unterstützung des Fördervereins und insbesondere durch Spenden vom Seemanns-Chor Hannover und von Herrn Walter Minne.